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07.11.2023 Stabia – Cetara – Camerota – Cetraro – Vibo Marina

7. Februar 2025

Spätherbstliche Überfahrt in den Winterhafen

Am 7. November brechen wir in Stabia bei Neapel auf, um zügig in Richtung Winterlager nach Vibo Marina zu Segeln. Das Wetter ist sehr novemberlich, regnerisch und kalt. Wir halten uns bei den Zwischenstopps nicht sonderlich lange auf und sind erstaunt, welchen Preis um diese Jahreszeit teilweise noch aufgerufen werden. So zahlen wir in Porto di Agropoli 80 € pro Nacht, obwohl es noch nicht einmal Sanitäranlagen gibt. Zähneknirschend nehmen wir das aber in Kauf, da sie zum einen überhaupt noch buchbar sind und zum anderen bei den Wetterbedingungen ein sicherer Liegeplatz über Nacht uns wichtiger ist als die Kosten.

Das Wetter ist sehr wechselhaft und wir kommen so voran, wie es der Wind und die Wetterbedingungen zulassen. So erreichen wir am 25. November endlich Vibo Marina, wo wir den Winter bis Ende März verbringen wollen.

Unterwegs gefällt es uns in Camerota ausgesprochen gut. Der Hafen und der Ort sind überschaubar und nicht zu touristisch.

In zwei anderen Häfen haben wir ungeplante Grundberührung. Einmal setzen wir in Anzio wegen schlecht erkennbarer Betonnung leicht im Schlick auf. Da wir wegen der geringen Tiefe schon sehr langsam waren konnten wir sofort rückwärts wieder freikommen und wurden dann auch von den Marineros per Dinghy richtig geleitet. Das zweite Mal war auf Sand bei der Ausfahrt vom Hafen von Cetraro. Dort muss man sehr weit parallel zum Strand rausfahren, weil sich aufgrund der Strömung immer wieder eine Sandbank aufspült. Ich bin jedoch zu früh aufs offene Meer abgebogen und auf die Sandbank aufgefahren. Da wir über einen Meter Welle hatten, kamen wir auch hier wieder schnell frei.

In Vibo Marina angekommen hatten wir zunächst Regen und fast 30 Knoten Wind. Es zeigte sich jedoch sehr schnell, dass wir eine gute Wahl getroffen hatten. Die Familie Ranieri bietet einen sicheren Liegeplatz mit täglicher Präsenz des Personals, aktiver Überwachung der Abstände und Leinen, kurzen Wegen zum Sanitärbereich (50 Meter entfernt) und Ruhe in der Nacht. Bei Bedarf stehen sie mit Rat und Tat zur Verfügung und man kann sogar das Firmenfahrzeug für Einkäufe oder Ausflüge kostenfrei nutzen. Wir haben uns hier schnell eingelebt und sehr wohl gefühlt. 

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