7. Februar 2025
Nachdem wir uns in Vibo Marina etwas eingelebt haben, starten wir mit diversen Projekten. Los geht es mit einem Thema, welches mir schon lange im Magen liegt. Wir haben unter den Bodenbrettern eine ganze Menge an Stauflächen. Diese sind aufgrund der Größe der Bodenplatten und dem Mangel an Griffen jedoch nicht wirklich gut nutzbar. Daher ergriff ich zwei Maßnahmen. Die eine war die Bretter so zuzuschneiden, dass kleinere und zugängliche Größen entstehen. Die andere Maßnahme war entsprechende Griffe zu besorgen und einzubauen, damit die Bretter auch leicht aufgenommen werden können. Dazu brauche ich natürlich auch das passende Werkzeug. Also werden eine kleine Kreissäge und eine Oberfräse gekauft und eingesetzt. Das Ergebnis seht ihr in den Fotos. Nun haben wir sechs gut zugreifbare Bodenlagestätten mehr 😊.
Als nächstes ging es ans Winterverdeck unseres Cockpits. Hier bilden sich immer zwischen den Stützen immer Wassersäcke, wenn es regnet. Daher werden zwei zusätzliche Stützen aus Holz angefertigt und eingeschoben, die im Sommer einfach in der Lagerkabine wohnen.
In unseren Backskisten, die sehr groß sind, gibt es leider keine Beleuchtung. Daher werden 12 Volt Lampen mit Schalter besorgt und eingebaut. Nicht schön, aber wirksam. Leider vergesse ich hin und wieder das Licht auch auszuschalten 😉.
Wir verfügen zur ordentlichen Beschattung unserer Köpfe vor der Sommersonne über eine beträchtliche Anzahl von Kappen und Hüten. Damit diese endlich ein geordnetes zu Hause bekommen, beschaffen wir einen Kleiderhaken, montieren ihn im Schlafzimmer an einer freien Stelle und hängen dort die Kopfbedeckungen auf.
Ein Sorgenkind an Bord ist unser Gasherd. Das Kochfeld funktioniert ordentlich, jedoch ist der Backofen nicht wirklich zu gebrauchen. Irgendwie wird er nicht heiß genug und die Hitze verteilt sich auch nicht so gut. Also beschließen wir, nachdem wir übergangsweise sowieso mit einer zweiflammigen Induktionsplatte gekocht haben, den Gasherd ganz auszubauen und komplett auf Elektro umzusteigen. Wir beschaffen uns eine dreiflammige Induktionsplatte und einen 4in1 Herd. Dieser beinhaltet Mikrowelle, Umluft, Grill und Dampfgarer. Für die Aufhängung und Einfassung der Induktionsplatte lassen wir uns von einem Schlosser gegen Einwurf großer Scheine noch eine Edelstahl-Aufhängung bauen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und funktioniert hervorragend. Als kleiner Nebeneffekt können wir die alleinstehende Mikrowelle mit entsorgen und gewinnen einen zusätzlichen Schrankraum.
Natürlich muss so viel neue Elektrik auch vernünftig versorgt werden. Daher werden die zwei getrennt abgesicherten Steckdosen in der Backskiste ausgebaut und durch eine neue Unterverteilung mit FI‘s und Sicherungen für die Verbraucher verkabelt und angeschlossen. So sind jetzt die größeren Verbraucher mit ordentlichem Kabelquerschnitt und einzeln abgesichert mit Strom versorgt. Dies gilt sowohl für vor Anker liegend wie im Hafen an Landstrom. Sieht mit zwei Fotos nicht nach viel aus, war aber mit der ganzen Verkabelung und Verdrahtung eine Menge Arbeit.
Damit das alles auch schön überwacht und gemonitort werden kann habe ich noch einen Landstromzähler sowie ein Victron Display bestellt und installiert.
Für unsere Starlink Schüssel hatten wir im Oktober 2022 in Torrevieja einen Edelstahlträger anfertigen lassen, der hinten über den Geräteträger hinausragend dafür sogen sollte, dass wir keine Beschattung auf die Solarpaneele bekommen. In Vibo Marina lagen wir von der Richtung her so, dass es leider doch permanent eine Beschattung gab. In YouTube hatte ich bereits eine Reihe von Umbauten gesehen, die teilweise auf Campingmobilen, tlw. auf Booten die Schüssel flach montiert hatten, ohne signifikante Einbußen bei den Bandbreiten. Also stellte ich die Schüssel in Parkmode, bohrte ein Loch in den Boden der Schüssel und zog den Stecker vom Stellmotor für die Ausrichtung ab. Jetzt wohnt die Schüssel flach zwischen zwei Solarpanelen und ist zusätzlich über eine Angelhalterung am Geräteträger fixiert. Nicht schön, aber funktional, optisch nicht mehr so „herausragend“ wie vorher und ohne erkennbare Performanceeinbußen. Geht doch 😊.
Die Waschmaschine hat noch einen zusätzlichen Warmwasser Anschluss mit Regler erhalten. So kann zum Beispiel bei Motorfahrt das darüber erwärmte Warmwasser genutzt werden und über den Regler die Vorgewählt werden.
Unsere Abreise von Vibo wurde vom Wind bestimmt. Wie in blog_2023_014 beschrieben, hatten wir uns im September 2023 den unteren Teil vom Backbord Ruder abgebrochen. Wie sich herausstellte waren beide Ruder stark geschwächt von Osmose. Wir hatten sie reparieren lassen und parallel neue Ruder bestellt. Diese wurden dann auch kurz vor Weihnachten in Vibo Marina angeliefert und mit Coopercoat versehen. Nun brauchten wir nur noch das richtige windarme Wetter, um das Boot auskranen, die Ruder wechseln und das Boot wieder einkranen zu lassen. Am 3. April war es dann endlich soweit und die Ruder wurden gewechselt. Leider gab es bei Einbau des Steuerbord Ruders Schwierigkeiten, die sich lange hinzogen, bis sie gelöst waren. So konnten wir schließlich kurz vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück ins Wasser und an unseren Liegeplatz. Nun waren wir bereit für neue Abenteuer in der Saison 2024. Wie es dann weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Blog 😊