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05.04.2024 Saisonstart Rund Sizilien

8. Februar 2025

Im April von Vibo Marina bis nach Trapani

Nach unserem Winterlager in Vibo Marina starteten wir am 5. April in Richtung Süden. Die erste Nacht verbrachten wir in Palmi, um am Folgetag durch die Straße von Messina nach Riposto am Fuße des Etna zu Segeln. Die Fahrt durch die Straße von Messina war sehr aufregend und nervenaufreibend. Wir meldeten uns ordnungsgemäß per Funk bei der Verkehrskontrolle an, die uns jedoch geflissentlich ignorierte. Dann ging es los mit kippender Strömung in unsere Richtung. Nur mit Vorsegel und achterlichem Wind kamen wir so fast auf 10 Knoten Fahrt über Grund. Die Strudel bei der Einfahrt in die Straße von Messina sind schon sehr Respekt einflößend. Unser Schiff machte das alles aber völlig souverän mit. Die eigentliche Aufregung kam dann aber mit den vielen und sehr schnellen Fähren in der Straße von Messina. Hier muss man sehr genau den Verkehr beobachten und im Zweifel immer so ausweichen, dass man nicht in Schwierigkeiten kommt. Da es sehr viel Schiffsverkehr gibt, klingt das einfacher, als es sich teilweise darstellt. Nachdem die Engstellen mit dem intensivsten Verkehr passiert waren, wurde es wieder ruhiger und auch von der Strömung her wieder deutlich weniger. Wir erreichten am 6. April um kur nach 15:00 Uhr Riposto, wo wir einen Liegeplatz reserviert hatten. Am Fuße des Etna konnten wir so die Rauchkringel beobachten, die der Etna auspustete. Am 8. April ging es über Augusta weiter nach Siracusa. Dort kann man am Stadtpier für maximal 3 Nächte anlegen. Es gibt keine Mooringleinen und man wirft den Anker und macht mit dem Heck am Stadtkai fest. Der Platz dafür wird per Funk vom Hafenmeister zugewiesen. Es gibt weder Strom noch Wasserversorgung, dafür ist der Liegeplatz aber kostenfrei. Man muss sich lediglich bei der Guardia Costeria anmelden. Nachdem das erledigt war, kam auch noch die Polizei zur Kontrolle der Papiere vorbei. Sie waren sehr freundlich und auch die Kontrolle völlig problemlos. Siracusa ist eine sehr schöne Stadt und wir blieben 2 Nächte. Viele Segler ankern auch in der Bucht vor dem Stadtkai, die sehr geschützt ist und keine Zeitbeschränkung fürs Ankern hat. Die benachbarte Hafenanlage mit Schwimmstegen, die ursprünglich für Segler buchbar war und über Strom- und Wasserversorgung verfügte ist außer Betrieb, weil ein Kreuzfahrtschiff sie beim Manövrieren zu Schrott zusammengeschoben hat.

Am 14. April ging es weiter nach Pozallo. Um halb zwölf hatten wir den ersten Biss der Saison an der Angelrute und einen wunderschönen kleinen Thunfisch gefangen. Der Thuna kam nach dem Ausnehmen in den Kühlschrank und am 13. April erreichten wir die Marina di Ragusa, wo wir von unseren Freunden Petra und Michael von der Segelyacht Carlotta empfangen wurden. Wir verbrachten eine wunderbare gemeinsame Zeit zusammen und wurden sogar von den beiden auf einen Ausflug auf eine Ziegenfarm mitgenommen. Dort konnten wir eigenen Ziegenkäse herstellen und bekamen einen tollen Einblick in die Prozesse auf der Farm. Selbstverständlich wurden wir auch bestens verköstigt und bewirtet. Wer mehr dazu sehen möchte und auch in bewegten Bildern kann sich auf YouTube das Video von SY Carlotta #24-04 Los geht’s – Raus aus dem Winterquartier ansehen (herzlichen Dank Petra und Michael!). Den gefangenen Thunfisch haben wir natürlich auch zusammen verspeist. Er war so groß, dass sogar der Stegnachbar gegenüber auch noch etwas davon abbekam. Wir blieben insgesamt fast zwei Wochen, bevor wir am 26. April weiter nach Licata segelten. Von dort ging es über Scicca weiter nach Trapani, wo wir am 30. April bei 30 Knoten Wind ankamen und nach einigem Kampf auch sicher längsseits festmachten. Im April haben wir in 10 Törns 338 Seemeilen zurückgelegt. Was wir in Trapani erlebten, davon mehr im nächsten Blog 😊.

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