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01.05.2024 Trapani - Vibo Marina

8. Februar 2025

Im Mai Nord Sizilien und Liparische Inseln

Nachdem sich der Sturm in Trapani gelegt hatte legten wir erst einmal unsere Ronja um, mit dem Heck zum Steg und vorn an Mooringleinen. Das war quer zum Wind bei 30 Knoten trotz Strahlruder nicht möglich gewesen. Wir machten mit den Fahrrädern einen Ausflug zur Talstation der Kabinenbahn nach Erice. Im Bergdorf angekommen, befanden wir uns in Wolkenschwaden, während in Trapani die Sonne schien. Wir machten einen Rundgang durch das Bergdorf und waren sehr erstaunt wie viele Kirchen es hier gibt. Alles ist sehr sauber und frei von Müll im Gegensatz zu den meisten anderen Orten und Stränden in Italien. Ursprünglich wollten wir auch nach Favignana und hatten auch schon einen Liegeplatz reserviert. Da aufgrund des Starken Windes das Meer aber noch sehr aufgewühlt war, entschlossen wir uns per Fähre von Trapani zur Insel hinüberzufahren. Dort angekommen, stornierten wir unsere Liegeplatzbuchung, weil ein enormer Schwell von der Dünung im Hafen war und wir keine ruhige Nacht dort hätten verbringen können. Wir wanderten etwas über die Insel und fuhren nach ein paar Stunden wieder mit der Fähre zurück. Nach einer Woche und gutem Essen in Trapani zog es uns weiter nach Castellamare del Golfo. Ein sehr kleines und ruhiges Dorf mit angenehmen Liegeplätzen und Hafenpromenade, wo zahlreiche Restaurants ihre Angebote unterbreiten. Am 11. Mai ging es weiter nach Palermo. Die neue Hafenpromenade von dort ist sehr schön und gepflegt im Gegensatz zu den alten Gemäuern in Palermo selbst. Mein Fall ist Palermo nicht. Über Cefalu und Capo d’Orlando ging es weiter zu den Liparischen Inseln. Am 20. Mai erreichten wir Lipari und segelten am 22. Mai weiter nach Salina. Dort fingen wir uns bei Ankunft die Holeleine der Mooring in unser Bugstrahruder ein. Die Marineros hantierten so lange rum, bis sie die Leine wieder frei hatten. Was ein Glück! In Salina trafen wir auch Sabine und Jürgen von der Papillon wieder, die wir in Licata kennen gelernt hatten und auch in Palermo schon erneut getroffen hatten. Das ist einfach das schöne beim Segeln. Man lernt immer wieder nette Menschen können und trifft sie gelegentlich auch wieder 😊. Am 24. Mai ging es von Salina nach Vulcano, wo wir ankerten. Das bekannte Schwefelschlammbad ist leider mit einem Bauzaun abgesperrt und die ehemals vorhandenen Umziehkabinen und Duschmöglichkeiten demontiert. Überall steht Betreten Verboten, woran sich allerdings nicht jeder hält. Stinken tut es immer noch 😉. Die Ankerbucht war gut geschützt, aber leider feierten Jugendhorden am Strand bis morgens um 4 Uhr bei wummernden Discoklängen Dauerparty. Deshalb flüchteten wir am 25. bereits nach Panarea. Dort machten wir eine mehrstündige Wandertour über Trampelpfade, vorbei an Eseln. Mit dem passenden Wind ging es am 26. Mai dann weiter vorbei am Stromboli (sehr zum Leidwesen von Georgia, nur vorbei) zum Winterhafen nach Vibo Marina. Dort angekommen fühle sich das ein bisschen wie nach Hause kommen an 😉 Doch warum überhaupt wieder zurück nach Vibo Marina? Ganz einfach: ich hatte neue Lithiumbatterien bestellt, da die alten etwas schwächelten und wir nach unserer Komplettumstellung auf elektrisches Kochen auch höhere Leistungsanforderungen an die Batterien hatten. Diese waren bei unserer Abreise aber noch nicht angekommen, wurden aber während unserer Sizilien Rundreise angeliefert. Also wieder nach Vibo Marina, alte Batterien ausbauen (und sinnvoll los werden), neue Batterien einbauen und alle Verkabelung entsprechend anpassen. Ende Mai war dann alles erfolgreich erledigt. Wie es im Juni weitergeht, steht dann im nächsten Blog 😊

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