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05.06.2024 Vibo Marina - Otranto

15. Februar 2025

Im Juni an der Stiefelsohle und -absatz entlang

Nach dem Einbau der neuen Lithium Batterien, bekamen wir auch noch unsere neue Raymarine Flir Infrarot Kamera über dem Radar installiert. Diese hatten wir bereits beim Tausch der Chartplotter und des Radars mit bestellt, allerdings war es bis zu unserem Ablegen zu unserer Sizilien Umrundung auch noch nicht geliefert gewesen. Außerdem tauschte ich noch den Grobfilter von unserer Klimaanlage/ Watermaker gegen einen größeren Filter, damit der sich nicht so schnell zusetzt, wie der kleine Filter. Nachdem diese Arbeiten erledigt waren und wir schon wieder 10 Tage in Vibo Marina verbracht hatten, sagten wir zum zweiten Mal „Ciao“ und legten am 6. Juni ab in Richtung Capo Vaticano. Dort verbrachten wir eine unruhige, schwellige Nacht vor Anker und segelten am nächsten Tag weiter nach Palmi. Nach einer Nacht dort, fuhren wir hinter den merkwürdig aussehenden Schwertfisch Fangbooten hinaus, um das zweite Mal die Straße von Messina zu durchfahren. Dieses Mal hatten wir die Erfahrung vom ersten Mal, jedoch war zusätzlicher Schiffsverkehr, weil aufgrund der gestarteten Schwertfisch Saison eine Menge von Schwertfisch Fangbooten zusätzlich zu den Fähren in der Straße von Messina unterwegs waren. Wir erreichten Mittags um 15:00 Uhr die Bucht vor Taormina, wo wir für die Nacht Ankerten. Am 8. Juni ging es weiter nach Catania, wo wir an einem Liegeplatz drei Nächte verbrachten. Am 12. Juni passte der Wind und wir machten einen großen Schlag mit 85 Seemeilen nach Rocella an der Fußsohle von Italien. Nach weiteren drei Nächten in dieser wunderschönen Marina, ging es weiter über Catanzaro, Crotone nach Ciro. Unterwegs fingen wir wieder kleine Bonitos, die wir alle genüsslich verzehrten. In Ciro war das „Trinkwasser“ im Hafen ungenießbar und so schmutzig, dass nach dem Abspülen des Salzwassers vom Boot lauter kleine grüne Algenflecken auf dem Boot waren. Der Hafen ist eher ein Fischerhafen und wir legten gegen kleine Gebühr im ehemaligen Becken zum Ausheben von Booten an. Wir zahlten nur 30€ pro Nacht und mussten uns zusätzlich bei der Guardia Costeria noch anmelden. Dafür gab es zwar Strom, aber kein Wasser. Nicht schlimm, da wir ja einen Watermaker und außerdem 800 Liter Frischwasserkapazität an Bord haben. Beim Ablegen blieben wir mit dem Kiel leider in der Mooringleine hängen und konnten mit vereinten Kräften einen Schaden bei uns und den anderen Booten vermeiden. Der Marinero schnitt die Leine durch und wir wahren frei. Puh – nochmal gut gegangen. Von Ciro aus ging es weiter nach Policoro. Leider gab unterwegs der Lüfter den Geist auf, der den Maschinenraum mit Frischluft belüftet und kühlt. Da wir wegen der Windverhältnisse motoren mussten, streikte bei der Ankunft in Policoro prompt wieder die Motorsteuerung. Der Marinero verstand zum Glück recht schnell, was los war und schleppte uns zum Anlegen seitwärts an die Tankstelle. Sofort wurde auch ein Mechaniker konsultiert, der versuchte herauszufinden, woran das Problem lag. Nach einigen Versuchen und Überprüfungen der Bautenzüge zur Steuerung von Gashebel und Kupplung, stellte sich heraus, dass der Bautenzug zwar Gas gab, jedoch nicht genug Diesel an den Motor weitergeleitet wurde. Irgendwie führte die hohe Temperatur des Diesels dazu, dass nicht mehr genug ankam beim Gas geben und Einkuppeln. Eine wirkliche Ursache, warum konnte selbst nach Telefonaten mit Yanmar in Neapel nicht gefunden werden. Seitdem wir dies wissen, schalten wir vor dem Anlegen immer die Kraftstoffversorgung von einem Tank auf den anderen Tank um. Bei Maschinenfahrt wird über die Kraftstoffpumpe immer mehr Kraftsoff gefördert, als vom Motor gebraucht wird. Der Überschuss wir in den Tank zurückgeleitet. Laut Yanmar sollte das bis zu einer Temperatur von 60 Grad Celsius vom Diesel keine Probleme geben. Bei uns gibt es die aber – ergo schalten wir vor der Hafeneinfahrt nun immer auf den „kalten“ Diesel im anderen Tank um. Seitdem gab es auch keine Probleme mehr. Am 26. Juni ging es weiter nach Taranto, wohin auch von SVB aus Bremen unser neuer Lüfter geliefert wurde und von mir eingebaut wurde. Über eine Nacht vor Anker in Gallipoli ging es dann weiter um den Stiefelabsatz vor Anker vor der Stadt Otranto, die wir am 30. Juni erreichten. Wie es von hier aus weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Blog.

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