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01.07.2024 Otranto - Sipanska Luka (Kroatien)

17. Februar 2025

Im Juli entlang der italienischen Adria und nach Kroatien

Am 1. Juli 2024 lichten wir den Anker vor Otranto und segelten ein kleines Stück weiter nach San Foca. Dort blieben wir für fünf Tage, die Georgia für Ausflüge mit dem Fahrrad nutzte. Leider stürzte sie bei einer Tour nach Lecce am 5. Juli so schwer, dass sie mit starken Schmerzen in der Schulter zurückkam. Am 6. Juli passte der Wind und über eine Nacht Zwischenstopp in Brindisi, ging es weiter nach Bari. Dort suchten wir einen Orthopäden auf und nach Röntgen und eingehender Begutachtung, war klar, dass das Schlüsselbein gebrochen ist. Operiert werden musste nicht, aber sechs Wochen lang ruhigstellen und eine Armschlinge tragen ☹. Ziemlich doof im heißen Sommerwetter, denn Schwimmen ging somit auch nicht. Über Trani und ging es von Bari aus nach Vieste an den Sporn des italienischen Stiefels. Vieste hatten wir uns als Ausgangspunkt für die Adria Überquerung nach Kroatien ausgesucht. Am 18. Juli passte das Wetter und wir starteten morgens um 8 Uhr für die 61 Seemeilen bis nach Lastovo in Kroatien. Um 12:05 Uhr hatten wir einen ordentlichen Biss und einen schönen Thunfisch an der Angel. Mit gutem Segelwind aus West und Nordwest von Stärken zwischen 14 und 17 Knoten kamen wir nach gut 8 ½ Stunden Fahrt in Lastovo an. Der Nachbar aus Österreich mit seinem gecharterten Motorboot gab am nächsten Morgen beim Ablegen ein bisschen viel Gas und schrammte uns mit seiner Scheuerleiste ein paar Streifen in die Steuerbordseite. Das passierte natürlich genau dann, als ich mit dem Fahrrad unterwegs war, um die formale Einklarierung beim Hafenmeister im Nachbarort zu absolvieren. Dafür muss natürlich auch gezahlt werden für eine sogenannte Vignette, um mit dem eigenen Boot kroatische Gewässer befahren zu dürfen. Der Preis richtet sich nach einer Kombination aus Länge und Motorisierung und gilt für das gesamte Kalenderjahr. Darüber hinaus mussten wir auch die Liegegebühr am Steg, eine Kurtaxe pro Person und Tag und eine Nationalparkgebühr von 80€ für drei Nächte in Lastovo bezahlen.

Nachdem wir die dritte Nacht mit Landleinen vor Anker vor einem alten U-Boot Bunker verbracht hatten, ging es am 21. Juli zu einer Ankerbucht namens Lumbarda vor Korcula. Hier gefiel es uns ausgesprochen gut und wir hatten direkt mit dem Dinghy Zugang zu einer sehr guten Konoba. Diese haben wir auch reichlich genutzt. Am 26. Juli ging es wieder Anker auf und ein kleines Stück weiter nach Polace auf der Insel Mljet. Hier durften wir gegen eine Nationalparkgebühr von 90€ zwei Nächte Ankern. Sehr schön und super geschützt in alle Windrichtungen, aber dennoch unglaublich wofür die Kroaten überall Geld verlangen. Wenn man dann den Nationalpark an Land bewandern möchten, muss man weitere 22,5€ pro Person und Tag bezahlen. Wir sind morgens um 5 Uhr los und waren um 8:30 Uhr schon wieder zurück an Bord. Von Polace ging es nach Okuklje auf der Insel Mljet, wo wir direkt vor der Konoba Maran anlegten. Hier konnten wir mit Wasser und Strom kostenlos versorgt liegen, wenn wir einen Tisch für das Abendessen oder Mittagessen reservieren. Dieses Konzept gefällt uns deutlich besser als die überhöhten Nationalparkgebühren zum Ankern. So lagen wir sicher, geschützt und bestens versorgt direkt an der Konoba. Den letzten Tag im Juli segelten wir 9 Seemeilen weiter nach Sipanska Luka, wo wir um 14:00 Uhr den Anker fallen ließen. Wie es dann weiterging, erfahrt ihr wie immer im nächsten Blog 😊

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